Mobilität in Sachsen-Anhalt: Die Positionen der Parteien zur Landtagswahl 2026 in Sachsen-Anhalt

Die Parteien mit Aussicht auf einen Einzug in den neuen Landtag wurden vom ADAC Niedersachsen/Sachsen-Anhalt angeschrieben und gebeten, zehn Fragen zu beantworten. Ziel war es, zentrale verkehrspolitische Themen systematisch zu beleuchten und so ein möglichst klares Bild der jeweiligen Planungen der Parteien zu ermöglichen.

Leider haben wir vom „Bündnis Sahra Wagenknecht“ (BSW) trotz schriftlicher Erinnerung keine Antwort auf unsere Fragen bekommen.  

Alle Parteien haben dieselben 10 Fragen als Wahlprüfsteine vom ADAC bekommen und beantwortet. Hierbei gab es lediglich die redaktionelle Begrenzung auf 600 Zeichen. Die Darstellung der Positionen erfolgt alphabetisch nach Parteinamen pro Frage. Die Antworten werden exakt so dargestellt, wie sie durch die Zusendung durch die Parteien eingegangen sind. Für den Inhalt nimmt der ADAC Niedersachsen/Sachsen-Anhalt keine Verantwortung. 

Der ADAC Niedersachsen/Sachsen-Anhalt grenzt sich bewusst von antidemokratischen und radikalen Bewegungen ab und setzt sich aktiv für Demokratie, Vielfalt und Toleranz in Sachsen-Anhalt ein. 

Unsere zehn Fragen an die Parteien inklusive der Antworten

  • AfD

    Eine bezahlbare Mobilität für unsere Bürger erreichen wir durch die konsequente Senkung von Kraftstoffsteuern, die vollständige Abschaffung der ideologischen CO₂-Bepreisung sowie den strikten Verzicht auf neue Abgaben. Gerade im vernachlässigten ländlichen Raum werden wir die Mobilität aller Bürger durch den massiven Ausbau und die Sanierung der Verkehrsinfrastruktur wiederherstellen. 

    Dazu gehören intakte Straßen und Brücken ebenso wie zuverlässige Fährverbindungen, verlässliche Bus- und Bahnangebote sowie ein breit ausgebautes Radverkehrswegenetz. Die mobile Erreichbarkeit muss auch abseits der Städte unbedingt gewährleistet sein!

     

    BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

    Wir wollen einen solidarisch finanzierten ÖPNV, der Mobilität für alle ermöglicht. Das Deutschlandticket sichern wir dauerhaft und setzen uns für vergünstigte Tickets für Schüler*innen, Auszubildende und Menschen mit geringem Einkommen ein. Strompreise wollen wir durch die Senkung der Stromsteuer auf das europarechtlich zulässige Minimum, eine Strompreiszonenaufteilung sowie regionale und dynamische Netzentgelte senken. So wird auch das Laden von Elektroautos günstiger. Den Umstieg aufs E-Auto unterstützen wir mit einer Kaufprämie, die nachweislich bei den Menschen ankommt.

     

    CDU

    Die CDU Sachsen-Anhalt steht für eine bezahlbare, verlässliche und flächendeckende Mobilität in Stadt und Land. Dafür braucht es einen leistungsfähigen öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV), eine moderne Verkehrsinfrastruktur sowie flexible Angebote insbesondere im ländlichen Raum.
    Wir setzen auf die konsequente Weiterentwicklung von Ruf- und Bürgerbussen sowie On-Demand-Angeboten, um Mobilität auch außerhalb klassischer Linienverkehre sicherzustellen. Gleichzeitig fördern wir die bessere Vernetzung von Bus, Bahn und individueller Mobilität, damit Menschen im ganzen Land zuverlässig und alltagstauglich unterwegs sein können.
    Zur Sicherung der Bezahlbarkeit gehören stabile Tarifstrukturen, die langfristige Absicherung des Deutschlandtickets sowie gezielte Entlastungen für Schüler, Auszubildende und Pendler, damit Mobilität für alle erreichbar bleibt.

     

    Die Linke

    Die Linke sieht im Deutschlandticket einen wichtigen Schritt hin zu einer sozialen und klimafreundlichen Mobilität, hält den aktuellen Preis jedoch für viele Menschen weiterhin für zu hoch. Deshalb setzen wir uns für ein dauerhaft preisstabiles und deutlich günstigeres Deutschlandticket ein. Perspektivisch soll der Preis auf 29 Euro abgesenkt werden, langfristig streben wir einen fahrscheinlosen öffentlichen Nahverkehr an. Besonders wichtig ist uns dabei die soziale Staffelung. Menschen mit geringem Einkommen sollen ein stark vergünstigtes Sozialticket erhalten. Für Schülerinnen und Schüler, Auszubildende sowie Studierende fordert DIE LINKE kostenfreie oder sehr günstige Tickets, damit Mobilität nicht vom Geldbeutel der Eltern abhängt. Auch Seniorinnen und Senioren sollen stärker entlastet werden. Gleichzeitig braucht es massive Investitionen in den Ausbau des ÖPNV in Sachsen-Anhalt: mehr Verbindungen im ländlichen Raum, dichtere Takte, bessere Anschlüsse und den Erhalt regionaler Bahnstrecken. Ziel ist, dass Menschen auch ohne eigenes Auto zuverlässig zur Arbeit, zur Schule, zum Arzt oder zum Einkaufen kommen.

     

    FDP

    Mobilität bedeutet für uns Freiheit und Teilhabe. Wir stellen nicht einzelne Verkehrsmittel gegenei-nander, sondern den Menschen in den Mittelpunkt: Arbeit, Bildung, Versorgung und Freizeit müssen schnell, sicher, zuverlässig und bezahlbar erreichbar sein. Gerade in Sachsen-Anhalt bleibt das Auto für viele unverzichtbar. Zugleich stärken wir Bus, Bahn, Rad- und Fußverkehr dort, wo sie echte Alter-nativen schaffen. Unser Ziel ist Wahlfreiheit statt Bevormundung – mit guter Vernetzung und 30-Minuten-Erreichbarkeit zentraler Orte.

     

    SPD

    Mobilität muss für alle Menschen bezahlbar bleiben. Wir wollen ein leistungsfähiges, bezahlbares und verlässliches Angebot von Bus und Bahn in allen Regionen. Das Deutschlandticket soll langfristig bezahlbar und verlässlich abgesichert sein. Perspektivisch bleibt die kostenlose Beförderung von Schülern, Auszubildenen und Freiwilligendienstleistenden unser Ziel. Außerdem wollen wir das Abonnement des Deutschlandtickets für Senioren mit ca. 20 Euro/Monat einführen. Die SPD knüpft Mobilität ausdrücklich an Teilhabe: Wer im ländlichen Raum lebt, soll genauso mobil sein können wie Menschen in unseren Städten. Dafür wollen wir den Führerschein günstiger machen, die Förderung von P+R, Umsteigepunkten und barrierefreien Bahnhöfen vorantreiben und die kostenlose Fahrradmitnahme in Regional- und S-Bahnen beibehalten.

     

  • AfD

    Die einseitige Ausrichtung der Verkehrspolitik auf eine ideologisch getriebene, planwirtschaftliche Dekarbonisierung bis 2040 lehnen wir radikal ab. Maß-nahmen wie das wirtschaftsfeindliche Verbrennerverbot und einseitige Förderpolitiken führen zu explodierenden Kosten, ohne ihre tatsächliche Wirkung belastbar nachzuweisen. Stattdessen setzen wir auf echte Technologieoffenheit, den bedingungslosen Erhalt bestehender Fahrzeugflotten einschließlich des Verbrennungsmotors sowie die Förderung neuer Entwicklungen ohne staatliche Bevormundung. Umweltziele müssen mit wirtschaftlicher Vernunft und bezahlbarer Mobilität vereinbar bleiben!

     

    BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

    Wir fördern Elektromobilität durch den massiven Ausbau der Ladeinfrastruktur und Förderprogramme für Kommunen und Wohnungsbaugenossenschaften. Carsharing-Angebote werden flächendeckend ausgebaut. Bidirektionales Laden machen wir zum nächsten Mitmachprojekt der Energiewende. 

     

    CDU

    Die CDU Sachsen-Anhalt setzt auf Technologieoffenheit, um Klimaschutz und individuelle Mobilität miteinander zu verbinden. Neben der Elektromobilität gehören dazu auch Wasserstoff sowie synthetische Kraftstoffe.
    Wir wollen die Lade- und Tankinfrastruktur gezielt ausbauen – insbesondere im ländlichen Raum und entlang zentraler Verkehrsachsen. Dazu zählen Schnellladepunkte an Bundesstraßen sowie Förderprogramme für private und kommunale Ladeinfrastruktur.
    Mit diesem Ansatz setzen wir auf Innovation und Fortschritt, um CO₂-Emissionen deutlich zu reduzieren, ohne Mobilität einzuschränken oder Bürger zu überfordern.

     

    Die Linke

    Die Linke will die individuelle Mobilität klimafreundlicher machen, ohne Menschen im ländlichen Raum oder mit geringem Einkommen einzuschränken. Für DIE LINKE bedeutet Verkehrswende deshalb nicht Verzicht, sondern bessere und bezahlbare Alternativen zum fossilen Autoverkehr. Wir setzen uns für den Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs ein. Zudem wollen wir den Radverkehr deutlich stärken. Dazu gehören sichere und durchgängige Radwege zwischen Orten, bessere Fahrradabstellanlagen an Bahnhöfen sowie mehr Unterstützung für Kommunen beim Ausbau der Infrastruktur. Im Bereich des Individualverkehrs unterstützen den Umstieg auf emissionsarme Fahrzeuge, lehnt aber eine soziale Spaltung durch teure E-Mobilität ab. Förderprogramme sollen deshalb vor allem Menschen mit kleinen und mittleren Einkommen zugutekommen. Zudem fordern wir den Ausbau einer flächendeckenden Ladeinfrastruktur, insbesondere im ländlichen Raum und in Mehrfamilienhausgebieten. Darüber hinaus setzt DIE LINKE auf moderne Mobilitätsangebote wie Carsharing, Rufbusse und Bürgerbusse, um auch außerhalb der Städte flexible Alternativen zum eigenen Auto zu schaffen. Zur Dekarbonisierung des Verkehrs bis 2040 tragen aus unserer Sicht vor allem konsequente Investitionen in klimafreundliche Infrastruktur bei statt weiterer Straßenneubauten.

     

    FDP

    Klimafreundliche Mobilität gelingt nicht durch Verbote, sondern durch Technologieoffenheit, Innovation und leistungsfähige Infrastruktur. Wir unterstützen den bedarfsgerechten Ausbau der Ladeinfrastruktur für Pkw, Wirtschafts- und Schwerlastverkehr und wollen Stromnetze sowie Planungs- und Genehmigungsverfahren beschleunigen. Zugleich setzen wir auf digitale Verkehrssteuerung, intelligente Ampeln und bessere Baustellenkoordination, damit Verkehr flüssiger wird, Staus sinken und Emissionen vermieden werden.

     

    SPD

    Für die klimafreundliche Weiterentwicklung des Verkehrs setzt die SPD auf die Förderung und Ausbau des ÖPNV als Rückgrat eines starken Umweltverbunds. Wir werden deshalb Rad- und Fußverkehr stärken, setzen auf den Ausbau der Elektromobilität und auf eine bessere Verknüpfung der Verkehrsmittel. In der Praxis heißt das: Alternativen zum motorisierten Individualverkehr stärken. Wir werden Bahnhöfe zu leistungsfähigen Mobilitätsknoten weiterentwickeln,
    barrierefrei, sicher, mit Echtzeitinformationen, Park-&-Ride-Anlagen und guten Umsteigemöglichkeiten. Das Schnittstellenprogramm und die Sanierung von Bahnhofsgebäuden werden fortgeführt. Ergänzende Angebote wie Carsharing werden ebenso dazu beitragen.

     

     

  • AfD

    Die langfristige Finanzierung des ÖPNV ist derzeit absolut nicht gesichert. Mit dem Deutschlandticket setzt der Bund rein politische Preise, während Länder und Kommunen die existenzbedrohenden finanziellen Risiken tragen. Dieses bestehende System widerspricht wirtschaftlichen Grundprinzipien und ist weder dauerhaft tragfähig noch rechtssicher.

     

    BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

    Wir werden auf Bundesebene uns für die Erhöhung der Regionalisierungsmittel einsetzen und mehr Gelder aus dem Landeshaushalt bereitstellen. 

     

    CDU

    Eine verlässliche Finanzierung des ÖPNV ist für uns zentral. Wir setzen auf eine stabile Mischung aus Mitteln von Bund, Land und Kommunen, insbesondere durch eine auskömmliche Ausstattung mit Regionalisierungsmitteln. Zugleich wollen wir die Effizienz des Systems weiter verbessern, etwa durch Digitalisierung, bessere Auslastung sowie flexible Angebotsformen wie Rufbusse. Ergänzend können auch Kooperationen oder zusätzliche Einnahmequellen genutzt werden. So schaffen wir eine langfristig tragfähige Finanzierung, die Planungssicherheit bietet und einen attraktiven und verlässlichen ÖPNV für die Menschen in unserem Land sicherstellt.

     

    Die Linke

    Die Linke Sachsen-Anhalt will die Finanzierung des ÖPNV langfristig als staatliche Pflichtaufgabe absichern. Aus unserer Sicht darf öffentlicher Nahverkehr nicht vom Ticketverkauf abhängig sein, sondern muss ähnlich wie Schulen, Krankenhäuser oder Straßen aus öffentlichen Mitteln zuverlässig finanziert werden. Konkret wollen wir eine deutlich stärkere Beteiligung von Bund und Ländern an den Betriebskosten des ÖPNV. Die Regionalisierungsmittel des Bundes sollen dauerhaft erhöht und dynamisch an steigende Energie-, Personal- und Infrastrukturkosten angepasst werden. Gleichzeitig soll das Land Sachsen-Anhalt mehr eigene Mittel für Bus- und Bahnangebote bereitstellen, insbesondere für den ländlichen Raum, wo wirtschaftlicher Betrieb oft nicht kostendeckend möglich ist. Darüber hinaus spricht sich DIE LINKE dafür aus, große Unternehmen und wirtschaftlich starke Akteure stärker an der Finanzierung öffentlicher Infrastruktur zu beteiligen. Langfristig verfolgt die Linksfraktion das Ziel eines deutlich günstigeren bis perspektivisch fahrscheinfreien Nahverkehrs. Um Einnahmeausfälle auszugleichen, sollen stabile öffentliche Finanzierungsmodelle geschaffen werden – etwa über Bundesmittel, Landesfonds oder kommunale Mobilitätsbudgets. Außerdem fordert die Linksfraktion mehr Planungssicherheit für Verkehrsverbünde und Kommunen. Statt kurzfristiger Förderprogramme braucht es aus unserer Sicht mehrjährige Finanzierungszusagen, damit neue Linien, zusätzliche Fahrzeuge oder Personal langfristig aufgebaut werden können.

     

    FDP

    Der ÖPNV braucht eine ehrliche, verlässliche und qualitätsorientierte Finanzierung. Entscheidend ist nicht allein der Ticketpreis, sondern ob Busse und Bahnen pünktlich, zuverlässig und in ausreichender Zahl fahren. Das Deutschlandticket bleibt Teil des Angebots, darf aber nicht zulasten der Qualität gehen. Seine Preisentwicklung muss sich an den tatsächlichen Kosten orientieren und solide finanziert sein.

     

    SPD

    Die langfristige Finanzierung des ÖPNV benötigt eine verlässliche Landes- und Bundesfinanzierung, wir setzen uns deshalb für eine Erhöhung der Regionalisierungsmittel ein. Die Beförderung von Schülern, Auszubildenen und Freiwilligendienstleistenden werden zukünftig nicht aus Regionalisierungsmitteln finanziert. Wir wollen zudem unsere Bahnen selbst betreiben. Flexible Bedienformen werden wir stärken.

  • AfD

    Der ÖPNV in dünn besiedelten Regionen muss am tatsächlichen Bedarf ausgerichtet und gezielt weiterentwickelt werden. Eine ausreichend dichtes Liniennetz ist eine zivilisatorische Grundvoraussetzung. Wir wollen Bahnverbindungen erhalten, Buslinien ausbauen und gegebenenfalls durch Rufbusse ergänzen. Ziel ist ein flächendeckendes und verlässliches Angebot im heimischen ländlichen Raum.

     

    BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

    Alle Grundzentren sollen ins Landesnetz integriert werden. Wir wollen den Nahverkehr ausbauen, mit dichterer Taktung, dem Ausbau von Busverbindungen, besseren Anschlüssen und einem einfachen, solidarisch finanzierten Tarifsystem, das Mobilität für alle möglich macht. Wo klassische Linien nicht wirtschaftlich sind, etablieren wir On-Demand-Verkehre und Rufbusse ohne Mehrkosten für Nutzer*innen, integriert ins Deutschlandticket. Autonomes Fahren wollen wir in den regulären ÖPNV-Betrieb einführen und mit einem Förderprogramm unterstützen. Gleichzeitig fördern wir den intermodalen Verkehr, wodurch der Rad- und MIV-Verkehr stärker mit dem ÖPNV verknüpft werden soll.

     

    CDU

    In ländlichen Regionen setzen wir auf flexible, bedarfsgerechte Lösungen. Rufbusse, Bürgerbusse und On-Demand-Verkehre sollen flächendeckend ausgebaut werden, um Versorgungslücken zu schließen und Mobilität zuverlässig sicherzustellen.
    Digitale Buchungssysteme und einfache Zugänge sind dabei ebenso wichtig wie die Unterstützung kommunaler Mobilitätskonzepte. Auf stark nachgefragten Strecken wollen wir zusätzlich dichtere Taktungen ermöglichen, um die Attraktivität weiter zu steigern.
    So sichern wir Mobilität auch dort, wo klassischer Linienverkehr an seine Grenzen stößt.

     

    Die Linke

    Konkret setzt sich DIE LINKE für einen landesweiten Ausbau von Bus- und Bahnverbindungen ein. Dazu gehören dichtere Taktungen, bessere Anschlüsse zwischen Bus und Bahn sowie der Erhalt und die Reaktivierung regionaler Bahnstrecken. Auch kleinere Orte sollen wieder zuverlässig an Mittelzentren und Städte angebunden werden – insbesondere für Wege zur Arbeit, zur Schule, zum Arzt oder zum Einkaufen. Weil klassische Linienverkehre in dünn besiedelten Regionen nicht überall wirtschaftlich betrieben werden können, setzt DIE LINKE zusätzlich auf flexible Angebote wie Rufbusse, Bürgerbusse und On-Demand-Verkehre. Diese sollen flächendeckend ausgebaut und einfach per Telefon oder App buchbar sein. Diese Angebote sollen den regulären ÖPNV ergänzen und nicht ersetzen. Außerdem fordern wir landesweite Mindeststandards für Mobilität im ländlichen Raum. Dazu gehören regelmäßige Verbindungen auch am Abend und am Wochenende sowie garantierte Anschlüsse zwischen verschiedenen Verkehrsmitteln.

     

    FDP

    Gerade im ländlichen Raum bleibt das Auto für viele unverzichtbar. Deshalb setzen wir nicht auf Verkehrspolitik gegen das Auto, sondern auf bessere Vernetzung. Bus, Bahn, Rufbusse, On-Demand-Angebote und künftig autonome Kleinbusse müssen alltagstauglich abgestimmt werden. Wir wollen das Landes-Bus-Netz stärken und Bahnhöfe zu Mobilitätszentren mit Park+Ride, Bike+Ride, Barrierefreiheit und digitaler Information entwickeln. Ziel bleibt die 30-Minuten-Erreichbarkeit zur nächsten größeren Stadt.

     

    SPD

    Wir wollen das Nahverkehrsangebot in Sachsen-Anhalt verdoppeln und moderne Ruf- und Nachtbussysteme ausbauen. Im Bahnverkehr wollen wir höhere Kapazitäten auf stark genutzten Regionalstrecken umsetzen, stillgelegte Strecken reaktivieren und zusätzliche Haltepunkte schaffen. Stilllegungen von Bahnstrecken lehnen wir ab. Flexible Bedienformen, fahrplanunabhängigen Bedarfsverkehre (Bsp. Tango im Süden des Landkreises Stendal) werden wir stärken und auch die Entwicklung im Bereich autonom fahrender Fahrzeuge im ÖPNV aktiv begleiten. Auch das Carsharing soll eine Rolle spielen, wir werden deshalb die Ergebnisse des Projekts "Carsharing im ländlichen Raum" aufgreifen.

  • AfD

    Wir setzen vorrangig auf den Erhalt und die Sanierung der bestehenden Verkehrsinfrastruktur, um den enormen Investitionsstau abzubauen und die volle Funktionsfähigkeit des Verkehrsnetzes wiederherzustellen. Neubauprojekte erfolgen gezielt dort, wo sie zur Entlastung, besseren Anbindung und wirtschaftlichen Entwicklung beitragen, etwa bei wichtigen Verkehrsachsen wie der B190n. Eine zusätzliche Finanzierung über Abgaben oder Gebühren der Bürger lehnen wir strikt ab, da Verkehrsinfrastruktur eine staatliche Kernaufgabe ist.

     

    BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

    Der Erhalt von Infrastruktur muss strikte Priorität vor dem Aus- und Neubau haben. Deshalb wollen wir den Erhalt von Straßen und Brücken konsequent priorisieren, bevor neue Infrastruktur geplant wird. Um die Finanzierung dauerhaft zu sichern, setzen wir auf eine faire und verursachergerechte Beteiligung des Schwerlastverkehrs. Dafür wollen wir die Lkw-Maut in enger Kooperation mit dem Bund weiterentwickeln. Bürger*innen sollen nicht finanziell beteiligt werden.

     

    CDU

    Für die CDU Sachsen-Anhalt hat der Erhalt und die Sanierung bestehender Infrastruktur oberste Priorität. Straßen, Brücken und Verkehrswege müssen sicher und leistungsfähig bleiben, um Mobilität und wirtschaftliche Entwicklung zu gewährleisten.
    Gezielter Neubau erfolgt nur dort, wo er zur Engpassbeseitigung oder zur besseren regionalen Anbindung notwendig ist. Eine zusätzliche finanzielle Belastung der Bürger durch neue Abgaben oder Gebühren lehnen wir ab.
    Stattdessen setzen wir auf effizientere Planungs- und Genehmigungsverfahren sowie eine solide Finanzierung durch Bund und Land.

     

    Die Linke

    Die Linke in Sachsen-Anhalt setzt klar auf den Erhalt und die Modernisierung bestehender Verkehrsinfrastruktur statt auf den großflächigen Neubau von Straßen. Vorrang haben die Sanierung von Straßen, Brücken und Schienenwegen sowie Investitionen in Bus, Bahn und Radverkehr. Neue Verkehrsprojekte sollen nur dort entstehen, wo sie wirklich notwendig sind und einen gesellschaftlichen Mehrwert bieten. Eine zusätzliche finanzielle Belastung der Bürgerinnen und Bürger durch neue allgemeine Abgaben oder Gebühren lehnt DIE LINKE ab. Mobilität und Infrastruktur sollen vor allem aus öffentlichen Mitteln finanziert werden.

     

    FDP

    Für uns hat der Erhalt der Verkehrsinfrastruktur klare Priorität: grundhafte Sanierung statt Flickwerk. Neubau bleibt dort richtig, wo er klaren Nutzen bringt – etwa bei Ortsumfahrungen, Entlastungsstrecken, wichtigen Lückenschlüssen und zusätzlichen Elbquerungen. Niemand soll länger als 30 Minuten bis zur Kreisstadt, Autobahn oder zweispurigen Bundesstraße brauchen. Zusätzliche landesseitige Abgaben oder Gebühren für Bürgerinnen und Bürger planen wir nicht.

     

    SPD

    Wir haben in unserem Wahlprogramm klar festgelegt, dass Straßen und Brücken instandgesetzt werden müssen. Dass der Investitionsstau abgebaut werden muss und dabei Bundesmittel konsequent genutzt werden sollen. Dabei gilt, dass Reparatur und Sanierung grundsätzlich Priorität haben, notwendige Neubauprojekte aber umgesetzt werden. Als SPD haben wir in Sachsen-Anhalt durchgesetzt, dass die Straßenausbaubeiträge der Bürgerinnen und Bürger an die Kommunen abgeschafft wurden. Dabei bleibt es.

  • AfD

    Wir werden den Lückenschluss zentraler Verkehrsachsen wie der A14 konsequent vorantreiben, den Ausbau der B190n zur besseren Anbindung des abgehängten ländlichen Raums forcieren und zentrale Ortsumfahrungen, etwa an der B107 bei Oranienbaum und der B184 bei Roßlau, zügig umsetzen. Diese wichtigen Projekte haben Priorität, weil sie die Erreichbarkeit verbessern und Städte sowie Gemeinden spürbar entlasten.

     

    BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

    Wir werden die VisionZero konsequenter angehen und die dafür notwendige Infrastruktur ausbauen, Unfallverhütungsprogramme fördern und Kommunen zum Handel animieren. Wir wollen endlich einen Radschnellweg im Land bauen und überregionale touristische Radwege in Landeszuständigkeit bringen. Wir wollen den MIV und ÖPNV elektrifizieren. Konkret forcieren wir die Umrüstung der Busse, die Elektrifizierung der Schienen und den Ausbau der E-Ladeinfrastruktur, indem wir Förderprogramme dafür auflegen.

     

    CDU

    Wir setzen auf konkrete Maßnahmen mit direktem Nutzen für die Bürger. Dazu gehört erstens der flächendeckende Ausbau von Rufbus- und On-Demand-Verkehren in allen Regionen Sachsen-Anhalts, um Mobilitätslücken zu schließen.
    Zweitens treiben wir ein landesweites Programm zur Sanierung von Straßen und Brücken voran, insbesondere bei sicherheitsrelevanten Abschnitten. Drittens fördern wir den Ausbau der Lade- und Wasserstoffinfrastruktur, einschließlich Schnellladeachsen im ländlichen Raum.
    Diese Projekte verbessern die Mobilität im Alltag unmittelbar und stärken gleichzeitig die Zukunftsfähigkeit unseres Landes.

     

    Die Linke

    1. Reaktivierung stillgelegter Bahnstrecken sowie bessere Taktungen im Regionalverkehr forcieren, damit insbesondere ländliche Regionen wieder besser angebunden werden. 

    2. Flächendeckendes Rufbus- und Bürgerbus-System Gerade in dünn besiedelten Regionen setzt die Linksfraktion auf flexible Mobilitätsangebote wie Rufbusse und Bürgerbusse, die regelmäßig und bezahlbar Orte ohne Bahnanschluss verbinden. 

    3. Landesweites Radwegenetz und sichere Pendlerstrecken DIE LINKE unterstützt den schnellen Ausbau sicherer und durchgängiger Radwege zwischen Städten, Gemeinden und Bahnhöfen, um Alltagsverkehr klimafreundlicher zu gestalten.

     

    FDP

    Drei Projekte sind für uns besonders wichtig: Erstens die großen Straßenachsen mit A14-Lücken-schluss, A143 und der Perspektive A71 bis Aschersleben. Zweitens Entlastungen im Straßennetz durch Ortsumfahrungen und zusätzliche Elbquerungen, insbesondere bei Pretsch und Sandau. Drittens die bessere Schienenanbindung Sachsen-Anhalts: Magdeburg muss besser ins ICE-Netz, etwa über Hamburg–Stendal–Magdeburg–Halle Richtung München, und die S-Bahn-Anbindungen aus dem Süden nach Leipzig müssen vorankommen.

     

    SPD

    Wir wollen unter anderem neue Elbbrücken bei Havelberg, Barby und Aken in den Blick nehmen und zentrale Bundesstraßenprojekte wie die Fertigstellung von A 14 und A 143 sowie Ortsumfahrungen. Außerdem wollen wir, vor dem Hintergrund der für uns zentralen Vison Zero, die Beseitigung von Unfallschwerpunkten vorantreiben. Außerdem wollen wir ein landesweites, geschlossenes Radverkehrsnetz aufbauen.

  • AfD

    Wir setzen in der Verkehrssicherheitsarbeit auf wirksame Prävention statt auf unrealistische Zwangszielvorgaben. Konzepte wie eine utopische „Vision Zero“ führen häufig zu übermäßiger Regulierung, ohne die tatsächliche Sicherheit zu erhöhen. Stattdessen setzen wir auf Aufklärung, praktische Schulungen und ein stärkeres Verantwortungsbewusstsein aller Verkehrsteilnehmer. Dazu gehört auch, moderne Warnsysteme und entsprechende Anwendungen unkompliziert zuzulassen, die Verkehrsteilnehmer frühzeitig auf Gefahren hinweisen und so Unfälle vermeiden können.

     

    BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

    Die StVO-Novelle bietet bereits viele Möglichkeiten. Wir wollen die Kommunen animieren, diese aktiv umzusetzen. Dafür werden wir auf Landesebene verstärkt Weiterbildungen und Leitfäden erstellen. Tempo 30 soll in Innenstädten zur Norm werden, Polizei und Ordnungsämter sollen gestärkt werden.

     

    CDU

    Die Verkehrssicherheit wollen wir durch eine Kombination aus Infrastruktur, Prävention und Kontrolle erhöhen. Gefahrenstellen werden gezielt entschärft, Schulwege besonders gesichert und sichere Querungsmöglichkeiten geschaffen.
    Dazu gehören auch bessere Beleuchtung sowie Tempo-30-Regelungen in sensiblen Bereichen. Kommunen unterstützen wir aktiv bei der Planung und Umsetzung entsprechender Maßnahmen.
    So entsteht ein Verkehrssystem, das für alle Verkehrsteilnehmer – vom Fußgänger bis zum Autofahrer – möglichst sicher ist.

     

    Die Linke

    Die Linke will die Verkehrssicherheit vor allem durch bessere Infrastruktur und gleichberechtigte Mobilität erhöhen. Konkret fordert DIE LINKE den Ausbau sicherer Rad- und Fußwege, besser beleuchtete Schulwege sowie die Sanierung maroder Straßen und Brücken. Besonders gefährliche Kreuzungen und Unfallschwerpunkte sollen schneller entschärft werden. Zudem setzt sich die Linke für mehr Tempo-30-Zonen in Wohngebieten und vor Schulen sowie für eine bessere Trennung von Auto-, Rad- und Fußverkehr ein. Auf Autobahnen befürworten wir ein generelles Tempolimit von 130 km/h. Im ländlichen Raum sollen sichere Radwege zwischen Ortschaften ausgebaut werden. Gleichzeitig fordert DIE LINKE mehr Investitionen in den ÖPNV, damit weniger Menschen auf das Auto angewiesen sind und der Straßenverkehr insgesamt sicherer wird. Gütertransporte sollen vom LKW auf die Schiene verlagert werden.

     

    FDP

    Verkehrssicherheit beginnt mit guter Infrastruktur. Als Freie Demokraten setzen wir uns für die Fortschreibung des Verkehrssicherheitsprogramms und die bauliche Entschärfung von Unfallschwerpunkten ein. Straßenbau muss sichere Kreuzungen, Querungen, Markierungen und klare Verkehrsführung mitdenken – für Auto-, Rad- und Fußverkehr. In der Landesregierung haben wir uns zudem für Prävention stark gemacht, etwa mit der Kampagne #aufjepasst von MID, ADAC und AGFK. Technik wie smarte Ampeln kann zusätzlich helfen.

     

    SPD

    Für uns ist die Vision Zero zentral und muss weiter umgesetzt werden. Noch immer sterben in Sachsen-Anhalt zu viele Menschen oder müssen mit Langzeitfolgen von Verkehrsunfällen kämpfen. Für uns ist Verkehrssicherheit eine Querschnittsaufgabe, die noch weiter priorisiert werden muss. Wir werden deshalb die Verkehrserziehung, Prävention und die Arbeit der Verkehrswachten stärken. Auch der Verkehrssicherheitsbeirat muss dringend weiterentwickelt 
    werden und muss regelmäßig tagen. Wir werden das Verkehrssicherheitsprogramm des Landes aktualisieren. Wir werden den Schulwegerlass überarbeiten und Unfallprävention ausbauen. Die Beseitigung von Unfallschwerpunkten haben wir uns ebenso ins Wahlprogramm geschrieben. Ziel ist eine sichere fehlerverzeihende, sichere Verkehrsinfrastruktur die sich an die aktuellen Richtlinien hält. Nicht zuletzt gehört in diesen Themenbereich auch
    die regelmäßigen Schulungen in den mit den Themen befassten Ministerien.

  • AfD

    Wir unterstützen die Präventionsarbeit durch gezielte Aufklärung, verstärkte Verkehrserziehung, wie beispielsweise die enge Zusammenarbeit mit Schulen und Polizei sowie praxisnahe Trainings. Prävention beginnt im Kindesalter und muss frühzeitig für Gefahren im Straßenverkehr sensibilisieren. Entscheidend ist, Verkehrsteilnehmer durch Information und Transparenz zu sicherem Verhalten zu befähigen, statt ausschließlich auf staatliche Sanktionen zu setzen.

     

    BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

    Wir setzen auf flächendeckende, regelmäßige Verkehrserziehung in Kitas und Schulen sowie gezielte Schulungen für Senior*innen. Ein landesweites Schulwegsicherungsprogramm unterstützt Kommunen bei der sicheren Schulwegplanung. Weiterbildungen durch die obere Verkehrsbehörde machen Kommunen mit den Möglichkeiten der StVO-Novelle vertraut.

     

    CDU

    Wir setzen auf eine starke Verkehrsprävention durch Aufklärung und Bildung. Die Verkehrserziehung an Schulen soll weiter ausgebaut und durch Programme von Polizei, Verkehrswachten und Kommunen ergänzt werden.
    Neben Kindern und Jugendlichen nehmen wir verstärkt auch Senioren sowie Nutzer neuer Mobilitätsformen wie E-Scooter in den Blick. Aufklärungskampagnen und praktische Trainings helfen dabei, Risiken frühzeitig zu erkennen.
    So können Unfälle wirksam vermieden und das Sicherheitsbewusstsein im Straßenverkehr nachhaltig gestärkt werden.

     

    Die Linke

    Die Linke will die Präventionsarbeit zur Verkehrssicherheit vor allem durch mehr Aufklärung und frühzeitige Bildung stärken. Dazu gehören verbindliche Verkehrserziehung in Kitas und Schulen sowie regelmäßige Präventionsprogramme für alle Altersgruppen. Besonders wichtig sind aus Sicht der LINKEN Kampagnen zu sicherem Verhalten im Straßenverkehr, gegenseitiger Rücksichtnahme sowie zur Sicherheit von Radfahrern und Fußgängern. Ältere Menschen und Kinder sollen gezielt unterstützt werden. Außerdem setzt sich DIE LINKE für eine bessere Zusammenarbeit von Schulen, Polizei, Kommunen und Verkehrsverbünden ein. Wir unterstützen die auskömmliche Finanzierung der Landesverkehrswacht sowie den flächendeckenden Ausbau und Erhalt der Jugendverkehrs- und Kreisverkehrsschulen. Prävention soll dauerhaft finanziert und nicht nur projektbezogen organisiert werden.

     

    FDP

    Prävention ist ein zentraler Teil moderner Verkehrssicherheitsarbeit. Als Freie Demokraten haben wir uns in der Landesregierung dafür stark gemacht, den Verkehrssicherheitsrat wieder einzusetzen und den Austausch mit ADAC, Kommunen, Polizei und Verbänden zu stärken. Mit #aufjepasst setzen MID, ADAC und AGFK landesweit ein Zeichen für Achtsamkeit und Rücksicht. Aufklärung, Verkehrserziehung, Abstand, weniger Ablenkung und Zusammenarbeit mit Schulen und Kommunen wollen wir weiter unterstützen.

     

    SPD

    Wir stärken die Landesverkehrswacht und weitere Akteure in der Präventionsarbeit. Regelmäßige Kontrollen und Verkehrssicherheitskampagnen werden wir forcieren. Die Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundliche Kommunen (AGFK) Sachsen-Anhalt werden wir besser fördern, um die Kommunen zu Unterstützen sichere Radinfrastruktur aufzubauen. Zudem werden wir Koordinierungsstellen für den Radverkehr im Land und in den Kommunen einrichten oder weiterentwickeln.

  • AfD

    Digitalisierung und KI können den Verkehrsfluss verbessern, wenn sie gezielt eingesetzt werden. Dazu gehören intelligente Verkehrslenkung, adaptive Ampelschaltungen im innerstädtischen Bereich und eine digitale Koordination von Baustellen. So lassen sich Staus vermeiden und Verkehrsströme effizient steuern. Entscheidend ist, dass solche Technologien rein praxisnah umgesetzt und nicht durch übermäßige Regulierung und übertriebene Datenschutzauflagen blockiert werden. Ziel ist ein funktionierender Verkehr, nicht zusätzliche Bürokratie.

     

    BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

    Wir wollen den gesamten ÖPNV barrierefrei digitalisieren: Ticketing, Informationssysteme und Steuerung. Digitale Parkraumbewirtschaftung per App optimiert den Stadtverkehr. Autonomes Fahren im ÖPNV und vernetzte Mobilitätsdaten verbessern den Verkehrsfluss, stets mit klaren Datenschutzstandards. Digitalisierung in der Straßen- und Brückenüberwachung verbessert die Sanierung und ermöglicht zielgerichtetes Eingreifen.

     

    CDU

    Digitalisierung und KI bieten große Potenziale zur Verbesserung des Verkehrsflusses. Wir setzen auf adaptive Ampelsysteme, intelligente Verkehrsleit- und Steuerungssysteme sowie die digitale Vernetzung von Verkehrsknotenpunkten.
    Darüber hinaus sollen Echtzeit-Verkehrsdaten für Bürger über Apps verfügbar gemacht und intelligente Parkleitsysteme ausgebaut werden. Auch ein modernes Baustellenmanagement trägt dazu bei, Störungen zu reduzieren.
    So erreichen wir einen effizienteren, flüssigeren und zugleich umweltfreundlicheren Verkehr im ganzen Land.

     

    Die Linke

    Die Linksfraktion Sachsen-Anhalt sieht Digitalisierung und KI vor allem als Werkzeuge, um den öffentlichen Verkehr zuverlässiger, sicherer und effizienter zu machen. Der Einsatz digitaler Technologien soll dabei dem Gemeinwohl dienen und nicht zu sozialer Ausgrenzung führen. Konkret unterstützt DIE LINKE intelligente Verkehrssteuerungssysteme, die Ampelschaltungen an das tatsächliche Verkehrsaufkommen anpassen und Busse sowie Straßenbahnen bevorzugen. Dadurch können Staus reduziert und der ÖPNV attraktiver gemacht werden. Solche Systeme sollen vor allem in größeren Städten und an stark belasteten Verkehrsknotenpunkten eingesetzt werden. Im ländlichen Raum setzen wir auf digitale Rufbus- und On-Demand-Systeme, die Fahrten flexibel bündeln und besser auf den tatsächlichen Bedarf abstimmen. So können auch dünn besiedelte Regionen zuverlässiger angebunden werden. Außerdem fordert DIE LINKE den Ausbau digitaler Fahrgastinformationen in Echtzeit – etwa über Apps, digitale Anzeigetafeln und barrierefreie Informationssysteme an Bahnhöfen und Haltestellen. Ziel ist, Anschlüsse besser planbar zu machen und Wartezeiten zu reduzieren. Wichtig ist uns jedoch auch, dass Digitalisierung den klassischen Service ergänzt und niemand ausgeschlossen wird. Angebote müssen deshalb weiterhin auch telefonisch und analog nutzbar bleiben.

     

    FDP

    Digitalisierung und KI können Verkehr flüssiger, sicherer und effizienter machen. Wir wollen vorhandene Infrastruktur intelligenter nutzen: mit bedarfsabhängigen Ampeln, vernetzter Baustel-lenplanung, digitalem Slot-Management, besseren Umleitungen und Echtzeitdaten. KI kann Verkehrsströme analysieren, Staus früher erkennen und Baustellen besser koordinieren. Das Land kann bei Landesstraßen, Baustellenmanagement und technischer Ausstattung des LSBB vorangehen und Kommunen unterstützen.

     

    SPD

    Digitalisierung und der Einsatz von KI kann den Verkehrsfluss vor allem über zentrale Verkehrsrechner, die alle Mobilitätsströme im Blick haben, verbessern. Dabei können Umstiege koordiniert, Verkehrsströme auswertet und die
    Auslastung von Bus, Bahn und Mikromobilität besser planbar gemacht werden. Wir werden die Forschungsprojekte wie das Reallabor für autonomes Fahren und intelligente Mobilität der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg (Institut für Engineering von Produkten und Systeme (IEPS)) aktiv begleiten und Forschungsergebnisse in den Verkehrsalltag des Landes übersetzen.

  • AfD

    Der Tourismus- und Freizeitverkehr in Sachsen-Anhalt wurde gerade im ländlichen Raum gezielt vernachlässigt. Wir setzen auf ein konkretes Tourismuskonzept #deutschdenken mit drei klaren Schwerpunkten: Erstens die konsequente Sanierung von Straßen, Brücken und Zufahrtswegen, um Ausflugsziele verlässlich anzubinden. Zweitens die finanzielle Stärkung der Kommunen, um touristische Infrastruktur voranzubringen. Drittens die gezielte Förderung der heimischen Tourismuswirtschaft.

     

    BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

    Der Elberadweg und alle weiteren landesbedeutsamen Radwege sollen in Landesverantwortung überführt werden, um durchgehend hohe Qualitätsstandards zu sichern. Ein einheitliches Beschilderungs- und Leitsystem, ein Netz aus Ladeinfrastruktur sowie Rast-, Reparatur- und Übernachtungsmöglichkeiten entlang der Routen sollen den Service verbessern. Wander- und Radwege sollen konsequent an ÖPNV-Knoten angebunden werden. Gästekarten für Tourismusregionen sollen ausgeweitet und länderübergreifend nutzbar gemacht werden.

     

    CDU

    Sachsen-Anhalt als Tourismusstandort wird durch gute Erreichbarkeit gestärkt. Dafür verbessern wir die Anbindung touristischer Regionen an Straße und ÖPNV und setzen auf saisonale Zusatzangebote im Nahverkehr.
    Ergänzend sorgen wir für ausreichende Park- und Erschließungsmöglichkeiten sowie den Ausbau von Rad- und Wanderwegen. Digitale Informationsangebote werden weiterentwickelt, und die Verknüpfung von Bus, Bahn und Radverkehr – etwa durch bessere Fahrradmitnahme – verbessert.
    So wird Sachsen-Anhalt für Gäste attraktiv erreichbar und gleichzeitig nachhaltiger erlebbar.

     

    Die Linke

    Die Linke will den Tourismus- und Freizeitverkehr vor allem über einen gut ausgebauten, bezahlbaren und klimafreundlichen öffentlichen Nahverkehr attraktiver machen. Konkret setzt DIE LINKE auf ein landesweit gut vernetztes ÖPNV-Angebot mit besseren Taktungen an Wochenenden und in der Ferienzeit, damit touristische Ziele auch ohne Auto gut erreichbar sind. Zudem fordert die Linke eine bessere Anbindung von Natur- und Kulturräumen, etwa im Harz, an die Städte durch Bahn- und Busverbindungen sowie durch flexible Angebote wie Rufbusse in strukturschwachen Regionen. Auch Fahrradmitnahme im Regionalverkehr soll erhalten bleiben und der Ausbau touristischer Radwege verbessert werden. Auch das Radverkehrs-Wegweisungssystem ist ausbaufähig. Wichtig ist außerdem eine stärkere Verknüpfung von Bahn, Bus und Rad: sichere Fahrradabstellanlagen an Bahnhöfen, gute Umstiegsmöglichkeiten und klare digitale Fahrgastinformationen. Ziel ist, Freizeit- und Tourismusmobilität so zu gestalten, dass sie unkompliziert, günstig und klimafreundlich funktioniert.

     

    FDP

    Tourismus- und Freizeitverkehr brauchen gut erreichbare Ziele – mit Auto, Bus und Bahn, Fahrrad oder zu Fuß. Deshalb wollen wir Straßen, Radwege, Bahnhöfe und touristische Knotenpunkte besser vernetzen. Beim Radwegenetz setzen wir auf sichere, durchgängige Verbindungen, Lückenschlüsse, Querungen, Wegweisung und Abstellmöglichkeiten – unabhängig von Baulastgrenzen. Digitale Informationen, Park+Ride, Bike+Ride und gute Anschlüsse stärken Tourismus, regionale Wirtschaft und Freizeitmobilität.

     

    SPD

    Tourismus ist ein relevanter Wirtschaftsfaktor, der Arbeitsplätze und Lebensqualität schafft, von der Altmark über den Harz und Wittenberg bis in die Saale-Unstrut-Region. Die Tourismusstrategie des Landes werden wir deshalb konsequent auf nachhaltigen und sanften Tourismus ausrichten. Hierfür werden wir Infrastruktur, Erreichbarkeit, Radwege und Bahnverbindungen sichern und weiterentwickeln. Überregionale und internationale Vermarktung, Mehrsprachigkeit und Barrierefreiheit sollen die Attraktivität des Landes stärken. Insbesondere muss das „Fahrradland Sachsen-Anhalt“ auch im Bereich des Tourismus stärker zur Geltung kommen. Unsere Überzeugung ist, dass wir sehr
    viel stärker vom Radtourismus profitieren können. Hierfür werden wir die Zuständigkeiten in der Landesverwaltung neu regeln.