14. August 2020

RTL Nord zu Gast im ADAC Fahrsicherheits-Zentrum Hannover/Laatzen

Der Sommerurlaub steht vor der Tür und beginnt für die meisten Reisenden in diesem Jahr auf vier Rädern. Doch nicht nur das Auto steht als Reisemittel der Wahl hoch im Kurs, auch Camping boomt wie nie zuvor, vor allem weil es in Corona-Zeiten einen Urlaub mit Abstand und Freiheit und möglich macht. RTL Nord war im ADAC Fahrsicherheits-Zentrum in Hannover/Laatzen zu Besuch und hat ein ADAC Fahrsicherheitstraining für Wohnmobile bzw. -wagen begleitet.

Wer zum ersten Mal mit dem Wohnmobil unterwegs ist, sollte sich gut auf die Fahrt vorbereiten und zunächst besser mieten als kaufen. Der ADAC Niedersachsen/Sachsen-Anhalt hat die wichtigsten Tipps für Camping-Neulinge zusammengefasst:

Größe und Fahrdynamik kennenlernen!
Für Camper-Modelle bis zu 3,5 Tonnen Gewicht reicht der normale Pkw-Führerschein aus, die Dimensionen und Fahreigenschaften sind jedoch ganz andere. Deshalb sollte man sich rechtzeitig und in Ruhe mit dem Fahrzeug vertraut machen. Das geht nur, wenn man drinsitzt, also am besten auf einem nahegelegenen Großparkplatz das Fahren und Bremsen sowie Kurven und Slalom ausprobieren. Noch besser wäre ein Fahrsicherheitstraining, das den sicheren Umgang mit dem Camper vermittelt.

Vorsicht vor Übergewicht!
Wie schnell manche Wohnmobile beim Beladen mit den üblichen Urlaubsutensilien an ihre zulässige Gesamtgewichtsgrenze stoßen, ist vielen Fahrern nicht bewusst. Damit es nicht zu bösen Überraschungen kommt, sollte man sich also genau über das Leergewicht und die mögliche Zuladung informieren, denn das Sicherheitsrisiko durch Überladung ist enorm hoch. Schon innerhalb des erlaubten Rahmens hat ein voll beladenes Wohnmobil eine komplett andere Fahrdynamik als das leere Modell. Je höher das Gewicht, desto höher ist die Belastung von Reifen und Bremsen. Serpentinenfahrten und Ausweichmanöver bei gleicher Geschwindigkeit sind im beladenen Wohnmobil somit um ein Vielfaches tückischer. Ein überladenes Wohnmobil kann zum unkontrollierbaren Gefährt werden. Außerdem drohen im Ausland hohe Bußgelder und die Entsorgung der Gepäckgegenstände bei Überladung. Wer das vermeiden möchte, kann sich unter www.adac.de/reise-freizeit vorbereiten.

Einparken üben!
Parkplätze und Parkhäuser können zu einer besonderen Herausforderung für Camper werden. Deshalb sollte man nicht nur die Maße seines Gefährts genau kennen – das ist für die Höhenbegrenzung in Parkhäusern entscheidend, sondern auch das Einparken ausführlich üben. Am besten sowohl allein als auch mit Einweiser.

Fuß vom Gas!
Defensives Fahren und eine moderate Reisegeschwindigkeit sorgen für Sicherheit und schonen die Nerven. Ideal ist ein Tempo bis maximal 110 Stundenkilometer. Übrigens sollte man Nachtfahrten mit dem Wohnmobil möglichst vermeiden, denn in der Dunkelheit sieht man mögliche Gefahren häufig nicht.

Gut geplant – stressfrei ankommen!
Vor dem Start sollte man sich seine Fahrtroute ganz genau anschauen und die Etappen großzügig mit mehr Fahrtzeit als gewohnt planen. Schließlich soll nicht der ganze Tag am Steuer verbracht werden, sondern genug Zeit für Pausen und Schönes am Wegesrand sein. Ohnehin sind regelmäßige Pausen entscheidend für sicheres und konzentriertes Fahren. Zur guten Planung gehört übrigens auch die rechtzeitige Reservierung von Stellplätzen, denn in diesem Sommer sind die Campingplätze häufig bereits ausgebucht.

Sicherheitstraining für Wohnwagen und -mobile im ADAC Fahrsicherheits-Zentrum Hannover/Laatzen

Slalom fahren, das richtige Beladen und Bremsen: Das sind unter anderem Inhalte die in den ADAC Fahrsicherheitstrainings für Wohnmobile und -anhänger thematisiert werden. Der Preis für das Training (Gesamtdauer ca. 8 Stunden) beträgt 217 Euro für ADAC Mitglieder, 227 Euro für Nichtmitglieder. Sie haben Lust mehr dazu zu erfahren? Dann finden Sie hier mehr zu dem Training.