23. November 2021

Laatzens Bürgermeister Kai Eggert im ADAC Fahrsicherheitszentrum

Das Fahrzeug nimmt das Stauende hinter der Kurve, wie ein sechster Sinn, bereits wahr, wenn die Insassen es noch gar nicht sehen können und warnt schon frühzeitig vor dem Liegenbleiber hinter der Kuppe – dank Car2X sind diese Szenarien keine Zukunftsmusik mehr, sondern können schon jetzt ganz praktisch getestet werden und den Straßenverkehr künftig sehr viel sicherer machen. Davon hat sich Laatzens neuer Bürgermeister Kai Eggert heute im ADAC Fahrsicherheitszentrum Hannover/Laatzen überzeugt.

Auf dem hochgenau kartographierten Trainingsgelände können mithilfe flächendeckender Ausrüstung mit entsprechender Kommunikationstechnik komplexe Szenarien im Car2X-Bereich getestet und so die voranschreitende Vernetzung und Automatisierung des Verkehrs für Autofahrer*innen, Forschungseinrichtungen und Firmen erfahrbar gemacht werden. Eggert nahm selbst in einem Auto Platz, das über Car2X während der Fahrt über das Gelände mit anderen virtuellen Fahrzeugen kommunizierte, um vor Gefahrensituationen warnen zu können. Auch die Kommunikation mit Verkehrseinrichtungen ist möglich. So werden frühzeitig Ampelphasen abgebildet, so dass der Fahrer die Geschwindigkeit anpassen und damit Kraftstoff sparen kann.

Je sicherer und automatisierter das Fahrzeug, desto sicherer ist auch der Mensch unterwegs, der heute noch mehr als 90 Prozent aller Unfälle selbst verschuldet. Die Vernetzung mit anderen Fahrzeugen und der Umgebung kann diese Zahl künftig zunehmend senken. Viele Assistenzsysteme sind heute schon selbstverständlich für die Verkehrsteilnehmer*innen, jedes neue System ist ein Schritt hin zum vollautomatisierten Fahren. Der ADAC Niedersachsen/Sachsen-Anhalt ist Partner im Testfeld Niedersachsen, um diese technischen Entwicklungen bestmöglich zu begleiten und um den Autofahrer*innen zu zeigen, wieviel Zukunft heute schon möglich ist, bzw. ihnen Bedenken vor dem automatisierten Fahren zu nehmen. Dafür ist im Fahrsicherheitszentrum auch der so genannte „Showroom“ eingerichtet, in dem reale Verkehrssituationen aus dem Fahrsicherheitszentrum mit simulierten vernetzt werden. Darüber hinaus kann man sich ein Bild davon machen, wie automatisiert wir heute schon unterwegs sind und wie der Verkehr von morgen aussieht.