20. November 2019

Im Video: 3. ADAC Forum „Automatisiertes und vernetztes Fahren“

ADAC Reifen-Check

Das Auto bremst, beschleunigt oder lenkt selbständig, je nach Verkehrssituation. Die Software kennt und berücksichtigt außerdem alle Verkehrsregeln – der Fahrer lehnt sich entspannt zurück. Das autonome Fahren ist für viele noch Zukunftsmusik, bislang eher skeptisch aus der Ferne betrachtet. Und doch geht schon mehr als wir denken, z. B. kommunizieren Autos mit der Straße und auch mit anderen Fahrzeugen - wenn auch noch nicht im täglichen Straßenverkehr, sondern eher auf dem Testgelände. Wieviel Zukunft wir heute schon haben, das wurde beim 3. ADAC Forum „Automatisiertes und vernetztes Fahren“ im ADAC Fahrsicherheits-Zentrum Hannover/Laatzen diskutiert. Es ging um den aktuellen technischen Standard, Herausforderungen, Visionen und Konzepte.

Wie weit die Technik bereits ist, zeigte Continental dabei ganz praktisch auf dem Trainingsgelände: Ein Fahrzeug, der so genannte „Road Condition Observer“ generierte Informationen über den Fahrbahnzustand und den Verlauf der Straße und speicherte sie in der Cloud. Das nachfolgende Auto, der „PreviewESC-Prototyp“ empfing die Informationen aus der Cloud und setzte sie entsprechend für die Fahrfunktionen um.

Den neuesten Rückfahrassistenten präsentierte die BMW Niederlassung Hannover. Das Fahrzeug ist in der Lage, die letzten 50 zurückgelegten Kilometer selbstständig zurückzufahren und zu lenken, ohne dass der Fahrer eingreifen muss.

Erfassung, Kommunikation und Vernetzung, das sind zentrale Bausteine für die Mobilitätsforschung im Testfeld Niedersachsen. Der ADAC ist Partner im Testfeld, so ist es naheliegend, dass das Testen neuer Technologien jetzt auch im ADAC Fahrsicherheits-Zentrum Hannover/Laatzen möglich ist: Das gesamte Trainingsgelände wurde kartographiert und ermöglicht damit Praxistests für das autonome Fahren. Anlässlich des Forums hat das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt dort den „Show-Room“ für das Testfeld eröffnet, in dem reale Verkehrssituationen aus dem Fahrsicherheits-Zentrum mit simulierten vernetzt werden. Wer in Laatzen künftig ein Fahrsicherheitstraining absolviert, kann sich also gleich ein Bild machen vom Verkehr von morgen – während er im eigenen Fahrzeug dank zahlreicher Assistenzsysteme automatisiert unterwegs ist, einer Vorstufe des autonomen Fahrens, die in unserem Alltag bereits selbstverständlich ist.