23. Mai 2020

88-Stunden-Baustelle auf der A 2 voll im Plan

Zwei Jahre Vorbereitung, 3,7 Kilometer Autobahn, 4 Großfräsen, 60 Lkw, 5.200 Tonnen Asphaltmischgut, 3 Mischwerke … für 88 Stunden Bauzeit. Viel Planung und viel Gerät waren nötig, bis es am Mittwochabend vor Himmelfahrt losging mit der Deckenerneuerung zwischen dem Autobahnkreuz Hannover-Buchholz und Bothfeld. Seitdem sind fast 72 Stunden vergangen, und es sind nur noch wenige Meter Autobahn übrig, auf die der offenporige Asphalt aufgebracht werden muss. Nach den restlichen Markierungsarbeiten und der offiziellen Abnahme durch die Nds. Straßenbaubehörde kann die A 2 dann am Sonntagmittag wieder für den Verkehr freigegeben werden.

Zum ersten Mal wurde in Niedersachsen eine Baumaßnahme an nur einem Wochenende unter Vollsperrung einer Fahrtrichtung abgewickelt: 88 Stunden statt 6 Wochen Bauzeit, Kostenersparnis, bessere Qualität und nur kurzfristige Behinderungen in eine Fahrtrichtung – entsprechend positiv fällt das Fazit aus, zumal auch das Wetter mitgespielt hat, denn für das Aufbringen und Abbinden der Sami-Zwischenschicht musste es unbedingt trocken sein. Schön wäre es, wenn Baustellen häufiger so zügig und kompakt abgewickelt werden könnten, allerdings sind dafür u. a. ein entsprechend leistungsfähiges Umleitungsnetz für Pkw und Lkw sowie ausreichend Mischwerke in unmittelbarer Nähe nötig – Voraussetzungen, die in Niedersachsen nur selten gegeben sind. Trotzdem sollte eine Verkürzung der Bauzeiten generell das Ziel sein, denn je kürzer die Baustellendauer, desto geringer die Unfallzahl. Vor allem bei der Einfahrt in die Baustellenbereiche kommt es immer wieder zu Staus und dadurch zu (Auffahr-)Unfällen – besonders, wenn Fahrspuren wegfallen.

Stockenden Verkehr gab es diesmal zwischen Lehrte und dem Kreuz Hannover-Ost, dem Beginn der Vollsperrung, überwiegend am Mittwochabend und Freitagnachmittag. Insgesamt hielten sich die Behinderungen in Grenzen. Das zeigt, dass das Himmelfahrtswochenende für eine solche Baumaßnahme gut geeignet ist, wenn erst nach dem Reiseverkehr am Mittwochnachmittag begonnen wird und die Bauarbeiten vor dem Rückreiseverkehr am Sonntagnachmittag beendet werden. Hinzu kommt, dass die A 2 anders als die A 7 nicht die klassische Ferienautobahn und damit an solchen Tagen nicht so stark befahren ist wie die Nord-Süd-Verbindung.