14. November 2018

Höchste Zeit für Winterreifen

Die ersten frostigen Nächte haben wir schon hinter uns – höchste Zeit also, auf die Winterbereifung zu wechseln. Winterreifen bringen ein wichtiges Plus an Sicherheit, denn sie haben auf Schnee den kürzesten Bremsweg. ADAC Versuche haben gezeigt: Sommerreifen benötigen häufig einen doppelt so langen Bremsweg wie Winterpneus. Wertvolle Meter, die unter Umständen über Leben und Tod entscheiden können. Auch herkömmliche Ganzjahresreifen benötigen im Durchschnitt etwa eine Fahrzeuglänge mehr zum Anhalten als ein guter Winterreifen.

Selbst ausprobieren konnten das Autofahrer beim Radwechselaktionstag im ADAC Fahrsicherheits-Zentrum Hannover/Laatzen. Hier wurden nicht nur die Räder von Profis gewechselt, es bestand auch die einmalige Möglichkeit, die Eigenschaften von Sommer- und Winterreifen selbst zu er“fahren“.

 

 

Hintergrund

Situative Winterreifenpflicht:
Wintertaugliche Reifen sind nicht nur bei Eis und Schnee gesetzlich vorgeschrieben, sondern auch schon bei Reifglätte. Bei Nichteinhaltung drohen Bußgelder, Punkte in Flensburg und im Fall eines Unfalls sogar der Verlust des Versicherungsschutzes.

Neue Reifen oder nicht?
Wenn, dann mit Alpinzeichen! Die Pneus vom Vorjahr oder ein Satz neue Reifen? Ein wichtiger Indikator ist die Profiltiefe. Gesetzlich vorgeschrieben sind 1,6 mm, doch der ADAC empfiehlt mindestens 4 mm. Mit einer 1-Euro-Münze kann jeder schnell und unkompliziert die Profiltiefe seiner Reifen selbst überprüfen. Verschwindet der 3 Millimeter breite Goldrand der Münze im Profil, ist alles in Ordnung. Ragt der golden Rand jedoch aus dem Profil heraus, sollte auf neue Bereifung gewechselt werden. Wer neue Reifen kauft, sollte darauf achten, dass sie das Alpinezeichen haben, das ist seit diesem Jahr vorgeschrieben! Der ADAC rät übrigens davon ab, Reifen zu nutzen, die älter als acht Jahre sind.