26. Juni 2018

Für mehr Sicherheit am Unfallort

Aufmerksam sein und wachsam für die Notsituationen anderer - das gilt auch während der Urlaubsreise. Unter dem Motto "Mehr Sicherheit am Unfallort" hat der ADAC zum Ferienstart in Niedersachsen gemeinsam mit dem niedersächsischen Innenminister Boris Pistorius, der Polizei, der Johanniter Unfallhilfe, dem Landesfeuerwehrverband und der Landesverkehrswacht zur sicheren Fahrt in den Urlaub und besonders zur Eigensicherung an der Unfallstelle informiert.  

Absichern, helfen und Raum schaffen für die Rettungskräfte – ohne sich selbst dabei in Gefahr zu bringen: Das sind die wichtigsten Regeln nach einem Verkehrsunfall. Wie es geht, zeigen wir auch in unserem Film.

1. Unfallstelle absichern

  •  Warnblinkanlage einschalten
  • Positionierung des eigenen Fahrzeugs bedenken
  • Räder in Richtung Straßenrand einschlagen
  • Bei Dunkelheit Fahrzeugbeleuchtung eingeschaltet lassen
  • Fließenden Verkehr und mögliche Fluchtwege beachten
  • Warnweste oder Warnjacke anlegen
  • Vom Verkehr abgewandt aussteigen
  • Ein geöffneter Kofferraum signalisiert: „Hab Acht!“
  • Aufenthalt in unmittelbarer Nähe der Fahrzeuge vermeiden – alle Personen an den Straßenrand/hinter die Schutzplanke bringen, Eigenschutz bedenken
  • Warndreieck und möglichst Faltkegel und Warnleuchte aufstellen (50 m innerorts,
  • 100 m auf Landstraßen, 150 – 200 m auf Autobahnen), wenn möglich mit aufgeklapptem Warndreieck vor der Brust dem Verkehr entgegengehen • Warndreiecke vor Kurven und Kuppen aufstellen
  • Wenn möglich neben, nicht zwischen den Fahrzeugen bewegen

2. Helfen und Retten

  • Verunglückte Personen ansprechen; wenn möglich, Personen aus dem Unfallfahrzeug hinter der Schutzplanke/am Straßenrand in Sicherheit bringen
  • Bei Verletzten den Rettungsdienst (112), ansonsten die Polizei (110) benachrichtigen. Europaweiter Notruf ist die 112
  • Auf W-Fragen konzentrieren:
    Wo ist es passiert? Was ist passiert?
    Wie viele Verletzte?
    Welche Art von Verletzungen?
    Wer meldet den Unfall?
  • Wichtig: Nicht auflegen, auf Rückfragen warten!
  • Verletzte versorgen
  • Keinesfalls im Auto auf die Hilfskräfte warten

 

Mehr zum Thema auch unter helfen-statt-gaffen.de.