27. Juni 2019

Baustellenbereisung: A 7 zwischen Schwarmstedt und Berkhof

7.572 Staukilometer brachten dem A 7-Abschnitt zwischen Schwarmstedt und Berkhof den unangefochtenen Spitzenplatz in der ADAC Staubilanz 2018 ein. Ganze 1.691 Stunden haben Autofahrer dort im vergangenen Jahr verbracht. Und auch in diesem Jahr sind Staus und Behinderungen an der Tagesordnung, denn im Frühjahr wurde die Baustelle erneut eingerichtet. Der Grund: Umfangreiche Fahrbahnerneuerungen. Erschwert wird die Situation dadurch, dass fast nahtlos die Baustelle im Zuge des 6-streifigen Ausbaus der A 7 folgt und damit auch der Abschnitt zwischen dem Autobahndreieck Walsrode und Bad Fallingbostel zumindest noch bis Ende September ein Engpass ist.

Solch umfangreiche Bauprojekte sorgen nicht nur für Stress bei den Autofahrern, sondern stellen auch die Straßenbauer vor große Herausforderungen – alles muss aufeinander abgestimmt sowie örtliche Gegebenheiten und topografische Zwänge berücksichtigt werden. Dabei sollen immer so viele Spuren wie möglich aufrechterhalten werden – in diesem Fall fünf, drei in Richtung Norden und zwei in Richtung Süden, um die Staugefahr nicht noch zusätzlich zu vergrößern.

Wie sicher und verständlich die Baustelle für Auto- und Lkw-Fahrer ist, warum es so häufig zu Unfällen kommt und wie auch die Nutzer der Autobahn selbst für mehr Sicherheit sorgen können, haben unsere Verkehrs-Experten jetzt gemeinsam mit der Landesstraßenbaubehörde, Geschäftsbereich Verden, und der Polizeiinspektion Heidekreis vor Ort überprüft. Das Fazit: Die Baustellenabsicherung ist mehr als richtlinienkonform, die Straßenbauer haben mit zahlreichen Maßnahmen für gute Voraussetzungen gesorgt. U. a. wurden die Bankette extra verstärkt, zusätzlich Markierungspunkte sorgen auch nachts für eine gute Orientierung in der Baustelle, die Gelbmarkierung ist sehr gut und in den Verschwenkungen gibt es ausreichend Platz. Vom ADAC gab es zusätzlich die Empfehlungen, noch frühzeitiger auf die Baustellen an sich sowie auf die Abfolge von gleich zwei Baustellen hinzuweisen. LED-Warntafeln mit „Staugefahr“ sollten immer mit dem Hinweis auf die Baustellen gekoppelt werden, damit die Verkehrsteilnehmer wissen, was sie erwartet. Diese Kenntnis und das Verständnis sorgen letztlich für mehr Akzeptanz der Regeln. Außerdem würde es für einen Harmonisierung des Verkehrs sorgen, wenn in Fahrtrichtung Norden zwischen den beiden Baustellen die Geschwindigkeit nicht aufgehoben werden würde, sondern bei Tempo 120 belassen würde.

Damit es zu weniger Staus und Unfällen kommt, sind aber auch die Auto- und Lkw-Fahrer gefragt. Mit etwas mehr Rücksicht und Respekt ist schon ein großer Schritt getan. Sich selbst ein wenig zurücknehmen, Rücksicht den anderen Verkehrsteilnehmern gegenüber und das Einhalten der Geschwindigkeitsgebote und sonstigen Vorgaben innerhalb der Baustelle würden für eine reibungslosere Durchfahrt sorgen.