18. Juni 2020

ADAC Test: Fernbusterminal Hannover ist Zweitbester in Deutschland

Der Fernbusterminal in Hannover hat viel von einem idealen Fernbusbahnhof. Im aktuellen ADAC Test der elf am stärksten frequentierten Fernbusterminals in Deutschland hat er bei den Testern einen guten Eindruck hinterlassen: Er ist offen und hell gestaltet sowie überdacht. So kann er, anders als einige andere Testobjekte, in Sachen Witterungsschutz punkten. Besonders verbessert hat sich Hannover im Vergleich zum letzten Test vor drei Jahren beim Komfort. So wird nun z. B. WLAN angeboten, Schließfächer, Einkaufsmöglichkeiten und ein Babywickelplatz sind ohnehin vorhanden. Positiv aufgefallen sind außerdem:

- Zentrale Ticket- und Infoschalter

- elektronische Anzeigen mit aktuellen Informationen

- Videokameras und Personal vor Ort für die Sicherheit der Fahrgäste

- Fahr- und Streckennetzplan

- Bikesharing- und Autovermietungsstationen

- ausreichend Parkplätze und Fahrradbügel

 

Mit dieser Bewertung ist Hannover, verglichen mit dem Test im Jahr 2017, an Hamburg vorbeigezogen, um einen Platz auf dem Treppchen gestiegen und ist nun zweitbester Fernbusterminal in Deutschland - hinter Stuttgart, dessen Fernbusterminal als einziger die Note „sehr gut“ erhielt.

Doch wo viel Licht ist, gibt es auch ein wenig Schatten – in Hannover vor allem bei der Barrierefreiheit. Anders als vor drei Jahren sind zwar nun öffentlich nutzbare Behindertenparkplätze vorhanden, allerdings gibt es für Sehbehinderte kein durchgehendes taktiles Leitsystem, ausgerechnet im Warteraum fehlt es. Hinzu kommt, dass die Bussteige mit knapp 3 Metern und der Sitzbank für den Ein- und Ausstieg von Rollstuhlfahrern zu schmal sind. Nur bei einer Mindestbreite von 3,75 Metern kann der Hublift der Fernbusse problemlos ausfahren. Wünschenswert wäre außerdem der Aushang von Umgebungsplänen, auf denen die Reisenden sehen können, wo sie gerade sind und was sie in direkter Umgebung erreichen können.

„Die DTG Deutsche Touring ist eines der ältesten Verkehrsunternehmen in Deutschland und betreibt gemeinsam mit in- und ausländischen Kooperationspartnern internationalen Linienverkehr mit Omnibussen in ganz Europa. Als Betreiber des Zentralen Omnibusbahnhofes (ZOB) in Hannover und Betriebsführer des Zentralen Omnibusbahnhofes am Stuttgarter Flughafen (SAB) sind wir zuständig für die beiden Erstplatzierten und freuen uns über die erneut sehr positiven Ergebnisse des ADAC Tests“, so Trajce Davcev, Produktmanager internationale Linienverkehre ei der DTG. „Wir sind bestrebt, uns permanent zu verbessern und bedanken uns für Kritik und Verbesserungsvorschläge. Weiterhin bedanken wir uns bei unseren Kunden, Fernbusunternehmern, Stadt Hannover und unseren Mitarbeitern.“

Insgesamt ist der Terminal für eine Fernbusreise ab Hannover also bestens geeignet. Die aktuellen Corona-Lockerungen machen einen Sommerurlaub in Deutschland und weiten Teilen Europas möglich. Per Auto oder Camper … oder mit dem Fernbus, denn auch die Busse sind wieder da!

Rund 23 Millionen Fahrgäste wie in den vergangenen Jahren werden es in diesem Jahr wegen der Corona-Zwangspause wohl nicht, aber die Busse starten wieder durch. Der Marktführer Flixbus fährt ab sofort wieder u. a. 80 Ziele in Deutschland an – selbstverständlich mit entsprechendem Hygienekonzept. „Nach zweimonatigem Stillstand freuen wir uns, endlich auf die Straßen zurückzukehren und vielen Menschen die Möglichkeit geben zu können, wieder zu verreisen und Familie und Freunde zu besuchen“, so Martin Mangiapia, Pressesprecher FlixBus DACH „Die Sicherheit und das Wohlbefinden unserer Passagiere, Fahrer, Buspartner und Angestellten haben für uns hierbei höchste Priorität. Die umfangreichen Hygienemaßnahmen gehen über die gesetzlichen Vorgaben hinaus und beinhalten u. a. Desinfektionsmittel für Fahrgäste und Fahrer, die gründliche Desinfektion der Busse nach jeder Fahrt, kontinuierliche Luftzirkulation über das Belüftungssystem der Busse und die Einführung der Maskenpflicht während der gesamten Fahrt.“

 

Hintergrund:
Getestet wurde unangekündigt im Januar 2020 an den reisestarken Tagen Freitag und Samstag. Die Tester richteten dabei ihre Aufmerksamkeit vor allem auf die Website, die Erreichbarkeit der Anlage, die Wartezonen, den Übergang zu den Bussteigen und den Einstiegsbereich. Mindeststandards und KO-Kriterium waren die WC-Anlagen und Anzeigetafeln mit aktuellen Infos.