29. Januar 2021

ADAC Monitor „Mobil in der Stadt“: Das sind die Ergebnisse

„Mobil in der Stadt“ ist in Braunschweig, Magdeburg und Halle weitestgehend gleichbedeutend mit „zufrieden in der Stadt“. Das ist das Ergebnis des ADAC Monitor 2020, einer Umfrage unter Einwohnern und Pendlern in 29 mittelgroßen deutschen Städten zu ihrer persönlichen Mobilitätssituation.

Im Gesamtranking belegt Magdeburg Platz vier, Braunschweig Platz sechs und Halle Platz neun. Spitzenreiter ist Münster, Schlusslicht Mönchengladbach. Besonders wohl fühlen sich in in allen drei untersuchten Städten die Fußgänger, gefolgt von den Nutzern des öffentlichen Nahverkehrs und den Radfahrern. Nicht ganz so zufrieden sind die Autofahrer.

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Online ja, App selten

Übrigens: Nur jeder Zweite, der mobil in der Stadt unterwegs ist, lässt sich dabei per App unterstützen. Während 88 Prozent der Befragten über ein Smartphone verfügen, nutzen nur 44 Prozent eine Mobilitäts-App, z. B. zur Routenplanung, für den ÖPNV-Anbieter, die Bahn, oder die eines Carsharing- oder Leihfahrrad-Anbieters.

Hintergrund:

Der ADAC Monitor ist eine bundesweite Umfrage unter mehr als 11.600 Einwohnern und Pendlern in 29 mittelgroßen Städten mit weniger als 500.000 Einwohnern. Die Befragten sind mit dem Pkw, dem ÖPNV, dem Fahrrad oder zu Fuß mobil, mehr als 400 kommen aus Braunschweig oder der Region. Die Untersuchung fand von Anfang Oktober bis Anfang November 2020 statt und spiegelt damit das Mobilitäts-Stimmungsbild während der Pandemie wider.

 

ADAC Empfehlungen für eine bessere Mobilität in der Stadt

›› Integrierte Mobilitätsplanung

Eine integrierte Verkehrsplanung für alle Verkehrsarten mit Beteiligung aller relevanten Verwaltungsbehörden, Handlungsfelder, Akteuren und Betroffenen sowie benachbarten Kommunen im Planungsprozess trägt zur Optimierung der städtischen Mobilität bei.

›› Faires Miteinander im Straßenverkehr

Zur Förderung des Verkehrsklimas sollten infrastrukturelle Maßnahmen durch Kampagnen und Öffentlichkeitsarbeit ergänzt werden.

›› Gute Radverkehrsinfrastruktur

Um Konflikte mit Autofahrern, Radfahrern und Fußgängern zu minimieren, brauchen wir ein durchgängiges Radverkehrsnetz mit breiten, komfortablen und sicheren Radverkehrsanlagen.

›› Attraktiver ÖPNV

Dazu sollten zielgruppenspezifische und auch monetär attraktive Angebote geschaffen sowie die Informationen bei Verspätungen verbessert werden. Das Parkraumangebot an Bahnhöfen soll verbessert werden.

›› Pendlerverkehre berücksichtigen

Eine integrierte Verkehrs- und Siedlungsplanung muss die Mobilitätsbedürfnisse von Pendlern und Anwohnern gleichermaßen berücksichtigen. Zentrale Aufgaben sind eine Siedlungsentwicklung entlang der Hauptachsen des ÖPNV, dessen Stärkung in der Fläche und der Ausbau von P+R-Anlagen.