14. September 2020

ADAC Mitgliederversammlung 2020

v.l.n.r.: Bernward Franzky , Michael Kosemund, Ulrich Krämer, Wolfgang Bolsums, Uwe Ilgenfritz-Donné, Irene Mihlan, Björn Dosch und Christian Reinicke

Corona hat nicht nur für eine Verschiebung der Mitgliederversammlung des ADAC Niedersachsen/Sachsen-Anhalt gesorgt. Die Pandemie spielte bei der Veranstaltung am vergangenen Samstag im Hannover Congress Centrum auch inhaltlich immer wieder eine große Rolle, weil sie Veranstaltungsausfälle, Projektänderungen, Geschäftsstellenschließungen und weitere gravierende Einschnitte zur Folge hatte. Dementsprechend stand beim ADAC im laufenden Jahr die Digitalisierung im Fokus – z. B. bei den Mitgliederleistungen, die zunehmend über digitale Plattformen und auch per Online-Beratung wahrgenommen werden können. Ziel war es, den Ansprüchen der Mitglieder gerecht zu werden, die jede Form von Mobilität nutzen. Als moderner Mobilitätsdienstleister wolle man den mehr als 1,4 Millionen Mitgliedern in Niedersachsen und Sachsen-Anhalt auch in Krisenzeiten den mobilen Alltag erleichtern, so der Vorsitzende des Regionalclubs, Ulrich Krämer.

Dass die verschiedenen Mobilitätsformen vor allem in den Städten nicht immer friedlich nebeneinander bestehen könnten, zeigten die häufig emotional geführten Debatten um Parkplätze, Tempolimits, Bußgelder, Radwege und Baustellen, betonte Krämer. Das habe zuletzt auch der für die viel befahrene Hildesheimer Straße in Hannover angedachte Popup-Radweg gezeigt. Nur ein schlüssiges und nachhaltiges Konzept für die Mobilität könne Entlastung bringen, solcher - zu kurz gedachter - Aktionismus könne es nicht. Der ADAC beschäftige sich intensiv mit der Flächenkonkurrenz in Städten und damit, wie der immer knapper werdende Raum bestmöglich auf die unterschiedlichen Verkehrsmittel verteilt werden könne. Neben guter Planung seitens der Behörden seien aber auch die Verkehrsteilnehmer gefragt, unterstrich Krämer. Rücksicht und Perspektivwechsel seien wichtig, um sich in die Position des Verkehrsteilnehmers nebenan hineinzuversetzen. Das bringe mehr Sicherheit und weniger Konflikte auf den Straßen.

Um die Digitalisierung sowie das automatisierte und vernetzte Fahren ging es im Grußwort von Bernd Althusmann, Minister für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung des Landes Niedersachsen. Das Auto werde in Zukunft ein „Smartphone auf vier Rädern“ sein. Das werde nicht nur deutlich mehr Verkehrssicherheit, sondern auch Perspektiven für Niedersachsen bringen. Die Wettbewerbsfähigkeit des Landes entscheide sich nicht auf dem Feld der Antriebsarten, sondern auf dem der Vernetzung. Das Testfeld Niedersachen, bei dem auch der ADAC Partner ist, spiele dabei eine wichtige Rolle und werde die verschiedensten Lösungen im Bereich der Verkehrssicherheit präsentieren.

Vor 166 Delegierten aus den Ortsclubs und 8 Einzelmitgliedern berichteten Krämer und seine Vorstandskollegen über die Projekte und Aktivitäten des ADAC im vergangenen und im laufenden Jahr.