Einzelprojekte zur Mobilitätsbildung

Als Partner für sichere und nachhaltige Mobilität fördert und unterstützt der ADAC individuelle Schulprojekte im Bereich der Verkehrssicherheit und Mobilitätsbildung. Ob Mobilitäts-AG, Hol- und Bringzonen, Schulwegpläne oder Projektwochen zur Elektromobilität: Schulen aller Schulformen erhalten die Möglichkeit, ihre Projektideen gemeinsam mit der Fachabteilung Verkehr des ADAC zu realisieren. Im Fokus stehen die individuelle Betreuung der Projektgruppen sowie personelle und inhaltliche Unterstützung.

Lehrerfortbildung: Kursleiter Fahrsicherheits-Kurs

Als Pkw-Fahrer Gefahrensituationen meistern – das  kann man schon in der Schule lernen: Gemäß Erlass der Schulbehörden sollen berufsbildende und allgemeinbildende Schulen in der Sekundarstufe II im Lernbereich Mobilität und Verkehrserziehung Schulische Fahrsicherheitstrainings anbieten. Für die Durchführung müssen sich Lehrkräfte vorab als Kursleiter ausbilden lassen. Die Lehrerfortbildung vermittelt alle wichtigen Kenntnisse, um Schülern Grundlagen der Pkw-Fahrphysik zu zeigen. Als Kursleiter erfährt die Lehrkraft, wie ein Fahrparcours aufgebaut und die einzelnen Fahrübungen mit den Schülern praktiziert werden. Wichtige praktische Inhalte sind: Vollbremsung, Lenkverhalten und überhöhte Geschwindigkeit. Die Theorie umfasst die Fahrphysik, Umweltauswirkungen und die Psychologie junger Fahranfänger.

Pilotprojekt akustische Wildwarner

Der ADAC unterstützt ein Pilotprojekt zur Wildunfallprävention des Ministeriums für Landesentwicklung und Verkehr in Sachsen-Anhalt. Erstmals in Deutschland werden an vier ausgesuchten Streckenabschnitten mit hohen Wildunfallzahlen akustische Wildwarner installiert. Die Autogeräusche werden durch ein Mikrofon in den Geräten wahrgenommen und verarbeitet. Anschließend wird über ein Funkmodul ein Datensignal an die umliegenden Warner im Umkreis von ca. 120 Metern weitergesendet, die dann ein Warnsignal auslösen, das das Wild verharren lässt. Zur optischen Warnung sind zusätzlich zwei hellblaue LED’s angebracht. Die Stromversorgung wird durch Solarzellen bzw. die Stromspeicherung  sichergestellt. Die Wildwarngeräte wurden in Österreich entwickelt und dort bereits erfolgreich eingesetzt. Das Pilotprojekt in Sachsen-Anhalt startet Ende September 2018.