©AdobeStock: stockphoto-graf

Passend zu den Feierlichkeiten des 30-jährigen Jubiläums der Wiedervereinigung bietet der ADAC Niedersachsen/Sachsen-Anhalt in Kooperation mit „radort Magdeburg“ erstmals geführte Fahrradtouren entlang des „Grünen Bandes“ an. Zwei der Touren, die wir Ihnen vorschlagen, orientieren sich an den "Grenztouren", die Sie auch in der gleichnamigen ADAC Broschüre wiederfinden. Entlang der Routen entdecken Sie die Geschichte der deutschen Teilung, die Elbe als ehemaligen Grenzfluss und die malerische Natur des Harzes.

Die unterschiedlichen Besonderheiten wie z. B. die Streckenlänge oder den Streckenverlauf der jeweiligen Tour können Sie der Beschreibung entnehmen.

Hier sind wir schon geradelt!

Radeln an der Elbe – von Dessau bis Lutherstadt Wittenberg

Die Tour entlang des Elberadweg startet am Bahnhof in Dessau und führt über Vockerode, Wörlitzer Park und Coswig (Anhalt) zur Lutherstadt Wittenberg. Die An- und Abreise erfolgt individuell. Die Tour ist 45 Kilometer lang und ist sehr gut für Anfänger geeignet.

Streckenverlauf: Bahnhof Dessau – Vockerode – Wörlitzer Park – Coswig/Anhalt – Bahnhof Lutherstadt Wittenberg

Länge: 45 Kilometer

Variante: In Coswig (Anhalt) besteht die Möglichkeit, die Fähre zu nutzen. Sofern die Fähre nicht fahren sollte, führt die Tour auf der linken Uferseite der Elbe bis zur Lutherstadt Wittenberg.

Sehenswürdigkeiten: Die Tour startet in Dessau. Dort können das Bauhausmuseum (Eintritt nicht möglich), das Rathaus, das Schloss und der Tiergarten sowie die Solitude auf dem Steglitzer Berg bestaunt werden.Von dort aus führt die Route zur ehemaligen Kraftwerksanlage in Vockerode und dem Wörlitzer Park mit der angeschlossenen Roseninsel. Planen Sie für die Besichtigung bitte einen Euro ein. Da geplant ist in Coswig (Anhalt) die Elbe mit der Fähre zu überqueren, planen Sie auch hierfür bitte zwei Euro ein. Am Zielort, der Lutherstadt Wittenberg, erwartet die Gruppe zum Abschluss die Schlosskirche, die Stadtkirche, das Luther- und Melanchthon-Denkmal sowie das Lutherhaus.

Radeln an der Elbe – die Elbe als Grenzfluss

Bei der Tour handelt es sich um einen Rundkurs entlang der Elbe mit Start- und Zielpunkt in Wittenberge. Während der Fahrt werden drei Bundesländer passiert: Brandenburg, Niedersachsen und Sachsen-Anhalt. Die Tour ist 71,8 Kilometer lang. Erste Erfahrungen mit längeren Fahrradtouren sind von Vorteil. Die Teilnahme ist kostenlos.

Streckenverlauf: Bahnhof Wittenberge – Lenzen Fähre – Schnackenburg – Bahnhof Wittenberge

Länge: 71,8 Kilometer

Sehenswürdigkeiten: Der Start- und Endpunkt der Rundtour ist der Bahnhof der Stadt Wittenberge. Entlang der Elbe führt die Route durch Cumlosen, wo sich ein ehemaliger DDR Grenzturm befindet. Mit der Fähre wird von Pevestdorf nach Lenzen übergesetzt. Planen Sie dafür bitte zwei Euro ein. Auch dort befindet sich ein ehemaliger Wachturm. Im niedersächsischen Schnackenburg wartet das Grenzmuseum. Weiter geht es nach Stresow zur Gedenk- und Begegnungsstätte und zur Bockwindmühle in Wanzer. Über die neue Brücke über den Aland in Wanzer führt die Tour zur Eisenbahnbrücke über die Elbe zurück nach Wittenberge.

Hautnah an der Grenze – von Vienenburg bis Oebisfelde

Die Route ist eine Zeitreise in die deutsch-deutsche Geschichte, die durch einige Gedenkstätten entlang des Weges untermauert wird. Vom Startpunkt am Bahnhof in Vienenburg führt die Tour über Hornburg, Schöningen, Marienborn und Walbeck zum Ziel, dem Bahnhof in Oebisfelde. Die Tour ist 105,9 Kilometer lang. Eine gute Ausdauer sowie Erfahrungen mit langen Fahrradtouren sind von Vorteil.

Streckenverlauf: Bahnhof Vienenburg – Hornburg – Schöningen – Marienborn – Walbeck – Bahnhof Oebisfelde

Länge: 105,9 Kilometer

Sehenswürdigkeiten: Auf der Route liegen unter anderem das Forschungsmuseum Schöningen (ehemals Paläon) sowie der ehemalige Tagebau. In Hötensleben lässt sich ein Grenzdenkmal entdecken. In Marienborn, direkt an der ehemaligen Grenze, befindet sich die „Gedenkstätte Deutsche Teilung“. Am vorletzten Punkt auf der Route, in Walbeck, erstreckt sich die Ruine der Stiftskirche St. Marien aus dem 10. Jahrhundert. Natürlich gibt es auch am Zielpunkt in Oebisfelde noch etwas zu bestaunen: die Sumpfburg und den Roland.

Harz aber herzlich – wo Klöster ruhen und Hexen tanzen

Die Fahrradtour führt in den Harz. Von Vienenburg über Ilsenburg und Wernigerode bis nach Thale, die Route verspricht eine Menge an alten Sagen und Geschichten gemischt mit Klöstern, Burgen und viel Natur. Natürlich darf auch ein wenig Hexerei nicht fehlen. Die Tour ist 55,7 Kilometer lang. Erste Erfahrungen mit längeren Fahrradtouren sind von Vorteil. Die Teilnahme ist kostenlos.

Streckenverlauf: Bahnhof Vienenburg – Ilsenburg – Wernigerode – Blankenburg – Bahnhof Thale

Länge: 55,7 Kilometer

Sehenswürdigkeiten: Die Tour startet am Bahnhof in Vienenburg und führt am Bach der Ecker-Querung an der Landesgrenze von Niedersachsen und Sachsen-Anhalt entlang. In Ilsenburg und Drübeck erleben Sie zwei Klöster aus dem 19. und 18. Jahrhundert. Angekommen in Wernigerode, fasziniert die historische Altstadt mit wunderschönen Fachwerkhäusern. Über Michaelstein führt die Route dann weiter nach Blankenburg und zum schlussendlich zum nordöstlichen Rand des Harzes: Thale. Das Ende der Tour ist der Bahnhof.